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110 Jahre nach Weisgerbers Tod: Gedenkveranstaltungen in St. Ingbert

Am 10. Mai wird an den Künstler und die Gefallenen des Ersten Weltkriegs erinnert; eine Vortragsveranstaltung am 15. Mai bietet Einblicke in Weisgerbers Leben und Werk.

110 Jahre nach Weisgerbers Tod: Gedenkveranstaltungen in St. Ingbert
110 Jahre nach Weisgerbers Tod: Gedenkveranstaltungen in St. Ingbert
Bild zum Beitrag© Redaktion St. IngbertBild 1 von 2

Der 10. Mai 2025 markiert einen besonderen Gedenktag in St. Ingbert: Vor 110 Jahren fiel der bedeutende Maler Albert Weisgerber, der als einer der prominentesten Söhne der Stadt gilt, im Ersten Weltkrieg. Die Stadt würdigt diesen Jahrestag mit einer Kranzniederlegung am Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges.

Kranzniederlegung am Denkmal für die Gefallenen

Oberbürgermeister Prof. Dr. Ulli Meyer und Ortsvorsteherin Irene Kaiser nahmen die feierliche Kranzniederlegung am Denkmal in der Albert-Allee vor. Das 1932 errichtete Denkmal des Bildhauers Fritz Claus (1885–1956) besteht aus einem rechteckigen Monolithen. Es erinnert mit über 570 eingravierten Namen, darunter auch Albert Weisgerber, an die gefallenen Soldaten aus St. Ingbert.

  • Errichtet: 1932 vom Bildhauer Fritz Claus
  • Ort: Albert-Allee, St. Ingbert
  • Gestaltung: Drei Seiten mit Namen der Gefallenen
  • Künstlerische Szene: Engel umarmen gefallene Soldaten
  • Albert Weisgerber, der 1915 im Alter von 37 Jahren bei Fromelles fiel, ist unter den Namen auf dem Denkmal verewigt. Er diente als Leutnant und Kompanieführer, sein Tod bleibt in der Stadtgeschichte präsent.

    Albert Weisgerber – Leben und Wirken

    Albert Weisgerber wurde am 16. August 1914 zum Kriegsdienst eingezogen und prägte als Künstler das frühe 20. Jahrhundert maßgeblich. Er war Mitbegründer und erster Präsident der Neuen Secession in München und entwickelte eine eigenständige künstlerische Handschrift, beeinflusst durch Impressionismus, Expressionismus und die Münchner Schule.

    Seine bevorzugten Motive waren biblische und mythologische Themen, die er in eine individuelle Bildsprache übersetzte. Besonders die Figur des Heiligen Sebastian verband er mit seiner persönlichen Künstlerexistenz.

    Weisgerbers Werk und seine Biografie stehen beispielhaft für den Umbruch und die Suchbewegungen einer Generation im Vorfeld des Krieges.

    Vortragsveranstaltung zum Gedenken

    Im Rahmen des 110. Todestages findet am 15. Mai 2025 eine besondere Vortragsveranstaltung statt. Unter dem Titel „Hoch-Zeit, Abschied, Kampf und Tod – Als Albert Weisgerber in den Krieg zog“ wird das letzte Lebensjahr des Künstlers beleuchtet. Der Dialog-Vortrag der Katholischen Erwachsenenbildung Saarpfalz widmet sich den historischen Hintergründen und gibt persönliche Einblicke in Weisgerbers Leben.

    • Termin: Donnerstag, 15. Mai 2025
    • Uhrzeit: 18:30 bis 20:00 Uhr
    • Ort: St. Ingbert
    • Eine Anmeldung für die Teilnahme ist erforderlich.

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      subtitle="Anmeldung zur Veranstaltung"

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      Bedeutung des Gedenkens und Ausblick

      Die Erinnerung an Albert Weisgerber und die Opfer des Ersten Weltkriegs bleibt in St. Ingbert lebendig. Das Denkmal und die regelmäßigen Veranstaltungen schaffen Raum für historisches Bewusstsein und bieten Gelegenheit, Kunst und Geschichte gemeinsam zu reflektieren.

      Mit Blick auf den 110. Todestag verdeutlichen Stadt, Veranstalter und Bevölkerung, wie wichtig das gemeinsame Erinnern in einer bewegten Zeit ist. Die Veranstaltung bietet zudem die Möglichkeit, sich eingehender mit Leben und Werk Albert Weisgerbers auseinanderzusetzen und dessen Vermächtnis neu zu entdecken.

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