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Armin Rohr erhält Albert-Weisgerber-Preis 2026

Der saarländische Maler und Zeichner wurde in St. Ingbert vor rund 300 Gästen für sein vielseitiges Werk ausgezeichnet.

Armin Rohr erhält Albert-Weisgerber-Preis 2026
Bild zum Beitrag© Redaktion St. IngbertBild 1 von 2

Mit dem Albert-Weisgerber-Preis für Bildende Kunst 2026 ist der saarländische Maler und Zeichner Armin Rohr ausgezeichnet worden. Die feierliche Preisverleihung fand am 12. Mai in der St. Ingberter Stadthalle statt. Rund 300 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil.

Auszeichnung für ein vielschichtiges Werk

Der Albert-Weisgerber-Preis zählt neben dem Kunstpreis des Saarlandes zu den bedeutendsten kulturellen Auszeichnungen des Landes. Gewürdigt werden damit herausragende Leistungen in der Bildenden Kunst. Die Fachjury hob bei Armin Rohr ein Kunstschaffen hervor, das sich durch hohe Qualität und Unverwechselbarkeit auszeichnet.

In der Mitteilung wird sein Werk als bemerkenswert wandlungsfähig beschrieben. Über mehr als drei Jahrzehnte künstlerischer Arbeit hinweg zeigt es eine große Vielschichtigkeit. Dazu zählen abstrakte Farbkompositionen mit expressivem Pinselgestus ebenso wie figurative Bildwelten, die trotz narrativer Elemente rätselhaft bleiben.

Musik und Kunst in der Stadthalle

Begleitet wurde die Festveranstaltung von experimentellen Klangkompositionen des Duos „les éclats du son“. Diese untermalten die Präsentation von Kunstwerken Armin Rohrs auf einer Großleinwand in der Stadthalle.

Würdigung durch den Oberbürgermeister

In seiner anschließenden Würdigung betonte Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer die Bedeutung des Preisträgers und stellte zugleich die Frage nach der Rolle von Kunst in der Gegenwart. Er verwies darauf, dass Kultur Menschen verbinde, Zusammenhalt stifte und Mut mache, Neues zu wagen.

Nach seinen Worten ist Kunst auch ein Instrument der Völkerverständigung. Wenn sich Menschen austauschen, entstehe nicht nur Kunst, sondern auch gegenseitiges Verständnis. Dr. Meyer betonte zudem seine klare Position, dass auch israelische Künstlerinnen und Künstler in unserem Land willkommen seien. Seine Aussage, dass der Ausschluss von Kontakten innerhalb der Kunstszene alle künstlerisch ärmer und unmenschlicher machen würde, wurde vom Publikum mit spontanem Applaus aufgenommen.

Laudatio mit Blick auf Rohrs Handschrift

In der Laudatio stellte die Kunsthistorikerin Dr. Petra Wilhelmy das Schaffen des Preisträgers ausführlich vor. Sie beschrieb Armin Rohr als Künstler mit scharfem Blick, der Sinneseindrücke festhält und Augenblicke einfängt. Zugleich verwies sie darauf, dass seine Kunst nicht selten polarisiert und bei Kolleginnen und Kollegen dennoch großen Respekt genießt.

Als Markenzeichen nannte sie gewagte Kombinationen, oft schräg und bunt. Auch seine enge Verbindung zur Malerei hob sie hervor und würdigte die Auszeichnung als angemessene Anerkennung seines jahrzehntelangen Schaffens.

Dank des Preisträgers

Nach einer weiteren Musikeinlage mit Flügel und Percussion bedankte sich Armin Rohr für die Ehrung. Er betonte, dass ihm der Preis viel bedeute und eine große Ehre sei. Zugleich sprach er von seiner Demut gegenüber den Werken von Albert Weisgerber und zeigte sich dankbar, dass seine Arbeiten nun für würdig befunden wurden, diese Auszeichnung zu erhalten.

Zur Person: Armin Rohr

Armin Rohr wurde 1961 geboren und lebt und arbeitet als freischaffender Künstler. Nach einem Designstudium an der damaligen Fachhochschule für Design, das insbesondere durch die Grundlehre bei Oskar Holweck geprägt war, arbeitete er zunächst für Agenturen in Stuttgart und Saarbrücken.

Bereits während des Studiums entwickelte er eine intensive Hinwendung zur Farbe und zur Malerei, die später zum Mittelpunkt seines Schaffens wurde. Mitte der 1990er Jahre nahm er ein Studium der Malerei an der Hochschule der Bildenden Künste Saar auf. Dort studierte er bei Bodo Baumgarten und wurde dessen Meisterschüler.

Heute ist Armin Rohr unter anderem als Dozent an der HBKsaar-Abendschule tätig. Sein Werk bewegt sich seit vielen Jahren zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit und ist von expressiver Farbigkeit, gestischer Malerei und rätselhaften Bildwelten geprägt. Mit seinem eigenständigen künstlerischen Ansatz zählt er zu den profilierten Künstlerpersönlichkeiten des Saarlandes.

Auszeichnungen und Preise

  • Albert-Weisgerber-Preis für Bildende Kunst (2026)
  • Arbeitsstipendium des Saarländischen Kultusministeriums im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf, Brandenburg (2012)
  • Kulturpreis für Kunst des Stadtverbandes Saarbrücken (2002)
  • Saar-Lor-Lux-Kunstpreis der Stadt Ottweiler (1997)
  • Förderstipendium der Landeshauptstadt Saarbrücken (1996)
  • Anhänge

    • Fotos: Thomas Bastuck
    • BU1: Der Künstler Armin Rohr (Bildmitte) freute sich sichtlich über die Verleihung des Albert-Weisgerber-Preises von Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer (links) und dem Beigeordneten Albrecht Hauck.
    • BU2: Armin Rohr bedankte sich ganz herzlich für diese bedeutende Auszeichnung.
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