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Fischotter-Ausstellung im Rathaus sorgt für Aufsehen

Im Kuppelsaal in St. Ingbert zeigt die Wanderschau bis 22. Mai auf 16 Bannern die Rückkehr des Fischotters im Saarland – ergänzt durch Führungen, Vorträge und ein MINT-Projekt zur eDNA-Forschung.

Fischotter-Ausstellung im Rathaus sorgt für Aufsehen
Fischotter-Ausstellung im Rathaus sorgt für Aufsehen
Bild zum Beitrag© Redaktion St. IngbertBild 1 von 2

Noch bis zum 22. Mai ist im Kuppelsaal des Rathauses in St. Ingbert die Wanderausstellung „Willkommen im Saarland – Rückkehr des Fischotters“ zu sehen. Die vom BUND organisierte Schau wird von der Biosphären-VHS St. Ingbert präsentiert. Bei der Vernissage sorgte außerdem der MINT-Campus mit einem besonderen Beitrag für zusätzliche Aufmerksamkeit.

Ausstellung über Lebensraum, Gefahren und Rückkehr des Fischotters

Die Ausstellung widmet sich dem gesamten Lebenszyklus und Lebensraum des Fischotters. Dabei wird nicht nur gezeigt, wie das geschmeidige Raubtier lebt, sondern auch, welchen Gefahren es ausgesetzt ist. Im Saarland war der Fischotter beinahe ausgestorben, wurde in den vergangenen Jahren jedoch wieder vermehrt gesichtet.

Ein wichtiger Teil dieser Beobachtung ist das Monitoring. Dieses übernimmt unter anderem Hardy Welker, der auch als „Otterspotter“ bekannt ist. Er beobachtet Otter an der Blies mit Wildkameras und dokumentiert ihr Verhalten. Gemeinsam mit Heike Sicurella hat er die Ausstellung konzipiert. Adam Schmitt vom BUND stellte die Kontakte zur VHS als Aussteller und zum MINT-Campus her.

Informationen für Besucherinnen und Besucher

Die Ausstellung läuft im Rahmen des Nachhaltigkeitsprogramms der VHS St. Ingbert. Zur Eröffnung informierten Vorträge die zahlreichen Besucherinnen und Besucher über den Fischotter und lieferten überraschende Fakten sowie Filme über das Tier.

Auf 16 Bannern können sich Ausstellungsbesucher nun zwei Wochen lang während der Öffnungszeiten des Rathauses über das Leben des nachtaktiven Fischotters informieren. Die Exponate richten sich an Erwachsene, sind dank kindgerechter Materialien aber auch für Kinder interessant.

Ergänzend zur Ausstellung werden spezielle Führungen für Kinder angeboten. Diese dauern 45 bis 60 Minuten. Bereits sieben Schulklassen aus St. Ingberter Schulen haben sich dafür angemeldet.

Da Fischotter nachtaktiv und scheu sind, bekommt man sie nur selten zu sehen. Umso mehr erfahren die Besucher über ihr Leben in Auen und Flüssen und darüber, dass sie sich nur dort ansiedeln, wo sie sauberes Wasser finden. Die Ausstellung verbindet diese Einblicke mit einem klaren Appell, sorgsam mit der Natur umzugehen.

St. Ingbert als Biosphärenstadt

„Als Biosphärenstadt ist es unsere Aufgabe zu zeigen, wie wichtig das Gleichgewicht in der Umwelt ist“, sagte der Beigeordnete Albrecht Hauck zur Eröffnung der Ausstellung.

MINT-Campus stellt Projekt mit eDNA-Tests vor

Ein weiterer Programmpunkt der Vernissage war der Vortrag der 16-jährigen Lara Scherer, Schülerin der 10. Klasse des Gymnasiums im Rahmen des MINT-Campus. Unter der Leitung des Biologen Dr. Johannes Becker-Follmann arbeitet sie an einem Projekt, das das Vorkommen von Nutria mithilfe von eDNA-Tests nachweist.

Die Abkürzung steht für environmental DNA. Die Ergebnisse ihres Projekts möchte sie Ende Mai beim Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ vorstellen.

Im nächsten Schritt will sie prüfen, ob sich der Test auch zum Nachweis von Fischottern in Gewässern verwenden lässt. Auf diese Weise könnte sie den BUND beim Otter-Monitoring unterstützen. Das Projekt wird im MINT-Campus außerdem unter der Reihe „Citizen Science“ weitergeführt. Dabei können interessierte Bürger wissenschaftliche Nachweise durchführen und so einen Beitrag zur aktuellen Forschung leisten.

Zusammenarbeit von Ausstellung, Schule und Forschung

Die Präsentation in St. Ingbert zeigt, wie eng Naturschutz, Bildungsarbeit und wissenschaftliche Beobachtung miteinander verbunden werden können. Die Ausstellung vermittelt Wissen über den Fischotter und seine Lebensräume, der MINT-Campus bringt mit einem praktischen Forschungsansatz einen zusätzlichen Blickwinkel ein.

So entsteht im Rathaus nicht nur ein Ausstellungsort, sondern auch ein Raum für Information, Austausch und Beteiligung. Die Verbindung aus Wanderausstellung, Führungen für Kinder und dem Forschungsprojekt des MINT-Campus macht das Thema für unterschiedliche Zielgruppen zugänglich.

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