Kita-Kinder kochen sich zum Ernährungsführerschein
In der Kita Luitpold lernten Vorschulkinder bei einem zweitägigen Projekt gesunde Ernährung, Bewegung und Entspannung – und bekamen am Ende ihren „Peb- und Pebber-Führerschein“.

In der Kita Luitpold stand für Vorschulkinder ein zweitägiges Programm im Zeichen von Ernährung, Bewegung und Entspannung auf dem Plan. Im Rahmen des Projekts „Peb & Pebber – Ernährungsführerschein“ setzten sich die Kinder spielerisch mit gesunden Lebensmitteln auseinander und erfuhren, warum eine ausgewogene Ernährung, Bewegung und Ruhe zum Wohlbefinden beitragen.
Ein etabliertes Programm mit kindgerechtem Ansatz
Das Projekt ist seit vielen Jahren im Saarpfalz-Kreis verankert. Es wurde ursprünglich von Karin Heid-Schuck vom Gesundheitsamt des Saarpfalz-Kreises im Rahmen des Netzwerks „Saarpfalz mit peb – ein Land macht sich fit“ ins Leben gerufen. In der Kita Luitpold wurde das Angebot in diesem Jahr erstmals von Frau Schaubltizer begleitet, die beide Projekttage übernahm und die Inhalte praxisnah und kindgerecht vermittelte.
Kochen, schneiden, verstehen: Der erste Projekttag
Am ersten Tag lag der Schwerpunkt auf dem gemeinsamen Zubereiten von Lebensmitteln. Die Kinder gestalteten bunte Brotgesichter, schnitten dafür selbst Gemüse und lernten verschiedene Sorten sowie den richtigen Umgang mit dem Messer kennen. Dabei wurde auch der Hygiene große Bedeutung beigemessen: vom Händewaschen vor dem Kochen bis zum gemeinsamen Decken des Tisches.
Ergänzend dazu wurde die Ernährungspyramide besprochen und anschaulich erklärt. So erhielten die Kinder einen ersten, alltagsnahen Zugang zu dem Thema, was gesunde Ernährung ausmacht.
Mit sichtlicher Begeisterung präsentierten die Kinder ihre Ergebnisse. Hounar rief stolz: „Ich habe gestern ein Paprikagesicht gelegt und heute ein Gesicht nur aus Möhren und Gurken“. Andere Kinder belegten ihre Kreationen ebenso motiviert und verspeisten sie anschließend gemeinsam.
Ofenkartoffeln, Kräuterquark und Gemüse aus dem Garten
Am zweiten Projekttag wurde in der Küche weitergearbeitet. Auf dem Programm standen Ofenkartoffeln mit Kräuterquark. Besonders stolz waren die Kinder darauf, dass Schnittlauch und Quark aus dem eigenen Kita-Garten stammten. In den Hochbeeten pflanzen die Kinder selbst Gemüse und Kräuter an und konnten ihre Ernte nun direkt in der Küche verwenden.
Damit wurde der Bezug zwischen Anbau, Ernte und Verarbeitung unmittelbar erlebbar. Das Projekt verband damit praktische Erfahrungen mit einem klaren pädagogischen Ansatz.
Bewegung und Entspannung als fester Bestandteil
Neben dem Kochen gehörten auch Bewegungsspiele und kleine Entspannungsübungen zum Ablauf. So entstand ein ausgewogener Wechsel zwischen Aktivität und Ruhe. Genau diesen Mix als Teil des Projekts nahmen die Kinder sichtbar an und konnten die Inhalte direkt ausprobieren.
Die pädagogische Fachkraft Giulia Becker betonte, dass die Kinder mit großer Freude dabei gewesen seien und vieles unmittelbar selbst umgesetzt hätten. Da die Zubereitung von Mahlzeiten auch aus dem Kita-Alltag bekannt sei, seien die Abläufe vertraut gewesen, was eine aktive Mitarbeit erleichtert habe.
Positive Bilanz in der Einrichtung
Auch die Einrichtungsleitung Selina Vogler zog ein positives Fazit. Sie bezeichnete das Projekt als wertvolle Ergänzung zum Kita-Alltag. Besonders hervor hob sie, dass die Kinder sehr praktisch und mit viel Spaß lernten, wie gesunde Ernährung funktioniert. Die Nutzung der eigenen Kräuter aus dem Garten mache das Angebot für die Kinder zusätzlich greifbar und lebendig.
Abschluss mit Führerschein und Arbeitsheft
Zum Ende des Projekts erhielten alle Kinder den „Peb- und Pebber-Führerschein“ sowie ein altersgerechtes Arbeitsheft. Mit sichtlichem Stolz nahmen sie ihre Ergebnisse mit nach Hause. Viele kündigten bereits an, ihr neu gewonnenes Wissen auch dort auszuprobieren.
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