Neue Bücherzelle belebt St. Ingberter Innenstadt
Rund um die Uhr Büchertausch am Wilhelm-Chandon-Platz dank Ehrenamt und städtischer Unterstützung

Die Innenstadt von St. Ingbert erhält mit der Aufstellung einer neuen Bücherzelle am Wilhelm-Chandon-Platz eine innovative Ergänzung für das kulturelle Leben der Stadt. Unmittelbar gegenüber der Engelbertskirche wurde auf Initiative des Ortsrates St. Ingbert-Mitte eine ehemalige Telefonzelle zu einem öffentlichen Büchertauschschrank umfunktioniert. Bürgerinnen und Bürger können damit künftig rund um die Uhr gebrauchte Bücher tauschen und neue Literatur entdecken.
Von der Idee zur Realisierung: Das Entstehen der Bücherzelle
Ortsvorsteherin Irene Kaiser würdigte bei der Eröffnung die grundlegende Idee hinter dem Projekt, die bereits länger bestand und nun, nach intensiven Vorbereitungen in den vergangenen Monaten, umgesetzt werden konnte. Die ausgediente Telefonzelle, die über einen Onlinedienst erworben wurde, finanzierten die Mitglieder des Ortsrates aus eigenen Verfügungsmitteln. Dieser engagierte Einsatz ermöglichte die zügige Realisierung des Projekts.
Engagement und Zusammenarbeit
Die Umsetzung der Bücherzelle spiegelt den Gemeinschaftssinn wider, den Irene Kaiser betonte. Sie erklärte: „Die Bücherzelle steht nicht nur für Nachhaltigkeit und Leseförderung, sondern auch für Gemeinschaft und Miteinander.“ Fabian Roschy, stellvertretender Ortsvorsteher und Vorsitzender der Ortsrats-AG „Innenstadt“, hat das Projekt maßgeblich vorangetrieben. Gemeinsam mit der Abteilung Kultur der Stadtverwaltung wurde der Wilhelm-Chandon-Platz als Standort ausgewählt – ein Ort mit historischem Bezug, da dort einst bereits eine Telefonzelle stand.
Technische Umsetzung und soziale Wirkung
Für die technische Umsetzung waren verschiedene Stellen involviert: Der städtische Betriebshof übernahm die Fundamentarbeiten, technische Anschlüsse und die Innenbeleuchtung. Der Innenausbau wurde von der Gesellschaft für Beschäftigung und Qualifizierung St. Ingbert mbH (GBQ) durchgeführt. Geschäftsführer Stefan Ruffing verdeutlichte bei der Einweihung, dass das Projekt auch sozial wirksam ist, indem es Langzeitarbeitslosen die Chance gibt, sich (wieder) am Arbeitsmarkt zu orientieren und zu qualifizieren.
Ehrenamtliches Engagement für Pflege und Betreuung
Um die dauerhafte Sauberkeit und Pflege der Bücherzelle sicherzustellen, rief die Abteilung Kultur zu ehrenamtlicher Mitarbeit auf. Mit Martina Ehrhardt wurde eine engagierte Buchliebhaberin gefunden, die die künftige Betreuung übernimmt. So bleibt der Schrank sowohl gefüllt als auch gepflegt und kann seine Funktionen langfristig erfüllen.
Symbol für Nachhaltigkeit, Leseförderung und Zusammenhalt
Bei der feierlichen Inbetriebnahme kamen neben Ortsvorsteherin Irene Kaiser auch der Beigeordnete Albrecht Hauck, Mitglieder des Orts- und Stadtrates sowie des Seniorenbeirates zusammen. Das Projekt steht damit als Symbol für gemeinsame Verantwortung, bürgerschaftliches Engagement und die Förderung von Literatur in der Gemeinde.
Der Ortsrat St. Ingbert-Mitte dankt allen beteiligten Institutionen und Personen. Die neue Bücherzelle trägt dazu bei, die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt weiter zu steigern und Menschen unterschiedlichen Alters miteinander ins Gespräch zu bringen.
Eigene Anzeige
Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen
Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.