Sprungturm erhält neuen Namen
St. Ingberter Freibad ehrt verstorbenen Rettungsschwimmer Werner Roth

Der Sprungturm im St. Ingberter Freibad trägt ab sofort einen neuen Namen: „Werner-Roth-Sprungturm“. Mit dieser Umbenennung wird einem engagierten Mitarbeiter und echten Original aus St. Ingbert gedacht. Werner Roth, der im November plötzlich und unerwartet verstarb, hinterlässt damit Spuren, die weit über seine jahrzehntelange Tätigkeit hinausreichen.
Würdigung eines St. Ingberter Originals
Werner Roth war seit 1984 als Saisonkraft und später als fest angestellter Rettungsschwimmer im St. Ingberter Freibad tätig. Nur durch wenige Unterbrechungen war er über Jahrzehnte hinweg ein fester Bestandteil des Badbetriebs – im alten wie im neuen Freibad.
Zu seinen Aufgaben zählten unter anderem:
Kolleginnen und Kollegen schätzten besonders Roths Zuverlässigkeit, seine fachliche Kompetenz und seinen respektvollen Umgang mit Badegästen und Mitarbeitenden. Ein besonderes Augenmerk richtete Roth stets auf den Sprungturm, ob im alten „10-Meter“-Turm oder im heutigen „5-Meter“-Turm. Unvergessen bleiben seine bekannten Sprüche, wie „De Zehner is kenn Sonnebank“.
Ein sichtbares Zeichen der Erinnerung
Die feierliche Enthüllung der Plakette am Sprungturm fand im Rahmen einer Gedenkstunde statt. Daran beteiligten sich Oberbürgermeister Ulli Meyer, Beigeordneter Markus Schmitt, Ortsvorsteherin Irene Kaiser, Aufsichtsratsvorsitzender Jeremy Wendel, Geschäftsführer der Bäderbesitzgesellschaft St. Ingbert Jürgen Bach, Betriebsleiter Dirk Burger sowie Betriebsratsvorsitzender Luca Schmitz und Werner Roths langjährige Lebenspartnerin Carmen Preuss.
Oberbürgermeister Ulli Meyer betonte dabei:
„Mit der Benennung des Sprungturms setzen wir ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung für einen St. Ingberter, für den die Heimat viel bedeutete. Werner Roth hat das mitgeprägt. Er sorgte über 30 Jahre für eine sichere Badesaison. Sein Name soll dauerhaft an seinen Einsatz, seine Verlässlichkeit und seine Verbundenheit mit St. Ingbert und unserem Freibad erinnern.“
Stimmen aus der Stadtverwaltung
Beigeordneter Markus Schmitt ergänzte mit einem Zitat von Werner Roth selbst:
„Früher wollte ich Weltmeister werden, heute bin ich Bademeister.“
Dieses Zitat unterstreicht, wie stolz Roth auf seinen Beruf und seine Verbindung zum Freibad war.
Jeremy Wendel, Aufsichtsratsvorsitzender der Bäderbesitzgesellschaft, erinnerte daran:
„Er bleibt ein St. Ingberter Original. Alle Besucherinnen und Besucher des Freibads seit 1984 kannten Werner und verbinden seinen Namen mit dem Freibad.“
Zeichen für Verantwortung und Gemeinschaft
Am 31. Dezember wäre Werner Roth 66 Jahre alt geworden. Mit der Umbenennung des Sprungturms bleibt seine Erinnerung nicht nur in den Herzen der Menschen, sondern auch als Vorbild bestehen: für Hingabe, Verantwortung, Kollegialität und Respekt – Werte, die Roth täglich vorlebte.
Der „Werner-Roth-Sprungturm“ erinnert somit künftig nicht nur an eine engagierte Persönlichkeit, sondern auch an die Bedeutung verlässlicher Gemeinschaft und den Wert dauerhafter Anerkennung im Alltag.
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