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St. Ingbert bekommt neue Stahl-Skulptur

„Aufbäumend“ von Hans Peters erinnert an Handwerk und Stadtgeschichte am Kreisel Glashütte

In St. Ingbert steht seit Ende Juni eine neue Skulptur mit dem Namen "Aufbäumend" auf dem Kreisel Glashütte in der Oststraße. Dieses Kunstwerk ist das Resultat einer gemeinsamen Initiative des Ortsrates, des Heimat- und Verkehrsvereins sowie der Familie des 2015 verstorbenen Metallbildhauers Hans Peters. Die Aufstellung markiert einen bedeutsamen Moment für die Stadt und würdigt das künstlerische Erbe eines lokalen Handwerksmeisters.

Entstehungsgeschichte und Hintergrund

Bereits 2020 wurde im Rahmen der Neugestaltung der örtlichen Grünfläche diskutiert, wie der historischen Verbindung zwischen Stadtentwicklung und Handwerk ein sichtbares Zeichen gesetzt werden kann. Gemeinsam mit dem Heimat- und Verkehrsverein entstand die Idee, eine Skulptur von Hans Peters in der Oststraße zu platzieren. Die ursprüngliche Schlosserei Peters, ein zentrales Element des lokalen Handwerks, befand sich bis zum Bau der Fußgängerzone gegenüber von "Thume Eck" und musste damals für die städtebauliche Entwicklung Platz machen.

Dank der Bereitschaft der Neffen Dr. Karl-Theodor und Wolfram Peters wurde der Stadt St. Ingbert als Schenkung zwei Skulpturen aus dem ehemaligen Skulpturengarten des Künstlers überlassen. Eine dieser Skulpturen, mit dem Titel "Nessie", hat ihren Platz auf der neugestalteten Fläche bei Thume Eck gefunden. Die nun enthüllte Skulptur "Aufbäumend" ist aus Cortenstahl gefertigt und verweist auf den historischen Standort der Pottaschwiesen, wo einst die neue Schlosserei nach Abriss der Kohlenstraße entstand. Die finale Genehmigung zur Aufstellung erfolgte in Abstimmung mit dem Landesbetrieb für Straßenbau.

Bedeutung des Standorts und der Kunstwerke

Ortsvorsteherin Irene Kaiser betont die Bedeutung der Platzierung:

„Mein Dank gilt den beiden Neffen von Hans Peters für die Überlassung der Kunstwerke aus seinem Skulpturengarten. Der Standort auf dem Kreisel Glashütte, ganz in der Nähe des Entstehungsortes, hätte nicht besser gewählt werden können.“ Diese Aussage unterstreicht die enge Verbindung des Kunstwerks mit der Historie des Ortes und der Familie Peters.

Der Künstler Hans Peters und sein Werk

Hans Peters, geboren 1927, war ein leidenschaftlicher Schlosser, der sich nach seiner Pensionierung mit ganzer Hingabe der Metallbildhauerei widmete. Seine berufliche Karriere begann nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft mit dem Erlernen des Schlosserhandwerks. 1957 absolvierte er die Meisterprüfung und war fortan als Schweißfachmann und später mit seinem Bruder als Inhaber der Firma "Stahl- und Metallbau Peters" in St. Ingbert tätig, bis zum Jahr 1987.

Schon früh zeigte sich sein künstlerisches Talent, etwa bei seinem Meisterstück, einem kunstvollen schmiedeeisernen Gitter. Während seines aktiven Berufslebens blieb ihm wenig Zeit für die Kunst, doch in der Pension holte Peters dies mit großer Energie nach. Seine Skulpturen entstanden meist aus Aluminium, Kupfer oder Edelstahl und wurden mit höchster Sorgfalt zunächst als Modelle im Kleinformat entwickelt und perfektioniert, bevor sie in beachtlicher Größe realisiert wurden. Charakteristisch für alle Werke von Hans Peters ist die Verbindung von handwerklicher Präzision mit künstlerischer Kreativität.

Zukunft der Kunst im öffentlichen Raum von St. Ingbert

Mit der Aufstellung der Skulptur "Aufbäumend" auf dem Kreisel Glashütte wird nicht nur das Werk von Hans Peters geehrt, sondern auch ein nachhaltiges Signal für den Stellenwert von Kunst und Handwerk im öffentlichen Raum gesetzt. Die Stadt St. Ingbert unterstreicht damit die Wertschätzung regionaler Künstler und die Pflege ihrer Geschichte.

Bürgerinnen und Bürger sowie Besucher sind eingeladen, die neuen Kunstobjekte an der Oststraße und bei Thume Eck zu entdecken und somit die Verbindung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im Stadtbild zu erleben.

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