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St. Ingbert lockt mit neuem Blick auf alte Orte

Tag der Städtebauförderung zeigt Projekte, Führungen und die neue Musikschule in der früheren Justizvollzugsanstalt

St. Ingbert lockt mit neuem Blick auf alte Orte
Bild zum Beitrag© Redaktion St. IngbertBild 1 von 2

Die Stadt St. Ingbert hat sich am Samstag, 9. Mai 2026, am bundesweiten Tag der Städtebauförderung beteiligt. Unter dem Motto „Lebendige Orte, starke Gemeinschaften“ stand ein Programm im Mittelpunkt, das Einblicke in aktuelle Stadtentwicklungsprojekte gab und den direkten Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern suchte.

Ein Aktionstag mit vielen Einblicken

Bundesweit beteiligten sich rund 600 Kommunen mit etwa 700 Veranstaltungen an dem Aktionstag. Ziel ist es, Projekte der Städtebauförderung sichtbar zu machen und den Dialog mit der Bürgerschaft zu stärken. Auch in St. Ingbert standen Transparenz, Beteiligung und das gemeinschaftliche Erleben im Vordergrund.

Die Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich ein Bild von verschiedenen Entwicklungen in der Stadt zu machen und Orte zu erleben, die sich aktuell verändern. Das Programm richtete sich an unterschiedliche Altersgruppen und verband Information mit Mitmachangeboten.

Neue Musikschule in historischer Bausubstanz

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den neuen Räumlichkeiten in der ehemaligen Justizvollzugsanstalt. Beim Tag der offenen Tür konnten die umgebauten Räume besichtigt werden. Dazu kamen musikalische Angebote, Informationsmöglichkeiten rund um die Arbeit der Musikschule sowie gastronomische Angebote und kreative Mitmachaktionen für Kinder.

Bereits die offizielle Eröffnung setzte einen besonderen Akzent: Ein außergewöhnliches Bläserquartett, bestehend aus Musikschullehrern und zwei Verwaltungsmitarbeitenden, gestaltete den musikalischen Auftakt. Anschließend begrüßten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Institutionen die Gäste.

Stimmen zur Bedeutung des Projekts

Ingo Nietert, Leiter der Musikschule, betonte die Bedeutung des neuen Standorts und ordnete den Umbau als sinnvolle Investition ein. Zugleich machte er deutlich, dass das Gebäude nun mit Leben und Musik gefüllt werden solle.

Auch Bürgermeisterin Nadine Backes hob die besondere Symbolkraft des Ortes hervor. Sie verwies auf das Motto des Aktionstags und stellte heraus, dass Stadtentwicklung weit über Bauen und Sanieren hinausgehe. Es gehe darum, Orte zu schaffen, an denen Menschen zusammenkommen, sich begegnen und Kultur erleben können. Dass dies gerade in einem Gebäude mit besonderer Geschichte geschehe, unterstreiche den Wandel des Ortes.

Die frühere Justizvollzugsanstalt St. Ingbert, deren Bau aus dem Jahr 1882 stammt, wurde mit Sorgfalt und Respekt vor der historischen Bausubstanz zu einer modernen Musikschule umgebaut. Damit wurde aus einem Ort der Abschottung ein Ort der Offenheit und Begegnung.

Politik und Fachleute würdigen den Wandel

Staatssekretär Thorsten Lang betonte die Bedeutung des bundesweiten Tages der Städtebauförderung, um geförderte Projekte sichtbar zu machen und Einblicke in laufende Entwicklungen zu geben. Er lobte insbesondere den Umbau der ehemaligen JVA zu einer modernen Musikschule als gelungenen Ort der Gemeinschaft.

Auch Bundestagsmitglied Esra Limbacher hob die Städtebauförderung als wichtiges Instrument hervor, um lebendige Orte der Begegnung zu stärken.

Baustellenführungen, Stadtgeschichte und Mitmachangebote

Großes Interesse weckten zudem die beiden Baustellenführungen durch historische Gebäude. Dr. Gregor Scherf vom Landesdenkmalamt informierte dabei über die damalige Nutzung als Baumwollspinnerei. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten außerdem Einblicke in die laufenden Umbauarbeiten, bei denen ein modernes Verwaltungsgebäude sowie ein neues Museum entstehen.

Ergänzt wurde der Aktionstag durch Stadtführungen zum Thema „Albert Weisgerber“, musikalische Schnupperangebote, Informationsstände sowie zahlreiche kreative Workshops und Mitmachaktionen für Kinder und Familien.

Ein Zeichen für lebendige Stadtentwicklung

Der Aktionstag machte nach Angaben der Stadt deutlich, wie historische Gebäude durch Sanierung neu belebt und für die Gemeinschaft geöffnet werden können. In St. Ingbert wurde damit sichtbar, wie aus historischen Strukturen moderne, lebendige Orte der Begegnung entstehen.

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