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Erna Mrosk wird 100

St. Ingbert: Die Jubilarin feierte bei den Maltesern mit Frühstück, Gesang und Glückwünschen – ihr Rezept für ein langes Leben: Bewegung, Menschen und Reisen.

Erna Mrosk wird 100
Bild zum Beitrag© Redaktion St. Ingbert

Erna Mrosk hat in St. Ingbert ihren 100. Geburtstag gefeiert. Die Jubilarin wurde am 27. März 1926 in Senftenberg/Dresden geboren und beging den besonderen Tag im Kreis von Freunden bei den Maltesern.

Feier im Kreis vertrauter Menschen

Der Geburtstag wurde in einer Atmosphäre gefeiert, die Erna Mrosk sichtlich genoss. Nach einem gemeinsamen Frühstück wurde gesungen. Für die Jubilarin war es, wie sie selbst sagt, ein wunderbarer Tag.

Zum Gratulieren kamen auch Ortsvorsteherin Ulrike Mauß und Irene Kaiser vom Saarpfalz-Kreis. Die Wertschätzung für die Hundertjährige war deutlich zu spüren. Irene Kaiser lobte ihren Lebensmut und ihre Freude.

Alltag mit viel Eigenständigkeit

Erna Mrosk wirkt nicht wie eine Frau, die bereits 100 Jahre alt ist. Sie versorgt sich heute bis auf Hilfe beim Putzen und Einkaufen weitgehend selbstständig. Auch die 30 Stufen zu ihrer Wohnung bewältigt sie täglich ohne Unterstützung.

Mit einem Rollator gelingt ihr dieser Weg, auch wenn er ihr nicht leichtfällt. Dabei bleibt sie dennoch bei sich: Für sie zählt vor allem, weiter in Bewegung zu bleiben.

Bewegung als fester Bestandteil

Zweimal pro Woche kommt Erna Mrosk zu den Maltesern, um andere Menschen zu treffen. Wenn das Wetter es erlaubt, wird gemeinsam im Park spaziert. Ansonsten stehen Gymnastik auf dem Stuhl und andere Bewegungsformen auf dem Programm.

Für die Jubilarin ist klar: Bewegung gehört für das Alter unbedingt dazu. Auch wenn es manchmal schwerfällt, hält sie sie für das Wichtigste.

Ein langes Arbeitsleben und schwere Verluste

Erna Mrosk war gelernte Lebensmittelverkäuferin und hat ihr Leben lang gearbeitet. Ihr privater Weg war jedoch auch von Verlusten geprägt. Ihr Ehemann starb bereits mit 60 Jahren, später zog sie nach der Wende zu ihrem Sohn nach St. Ingbert. Auch er verstarb sehr jung.

Die Jubilarin spricht darüber mit spürbarer Zurückhaltung. Zugleich macht sie deutlich, dass ihr die Gemeinschaft bei den Maltesern viel bedeutet. Dort werde sie freundlich aufgenommen und liebevoll begleitet.

Erinnerungen an Reisen und besondere Lebensmomente

Zu ihren schönsten Erinnerungen zählt die Silberhochzeit im Jahr 1981. In DDR-Zeiten war sie mit ihrer Schwester und ihrem Schwager in Wien eingeladen. Für die Rückkehr der Eheleute in den Osten musste der Schwager damals einen Brief an Erich Honecker schreiben.

Auch nach der Wende blieb die Freude am Reisen ein wichtiger Teil ihres Lebens. Gemeinsam mit einer Freundin, die 102 Jahre alt wurde, reiste sie nach Spanien, Ungarn und andere Ziele. Einmal im Jahr gönnten sich die beiden zudem einen Kururlaub in einem schönen Hotel in Italien.

Ein einfaches Rezept für ein langes Leben

Am Ende bleibt ein Bild von einer Frau, die ihr Leben mit Disziplin, Offenheit und Dankbarkeit gestaltet. Ihr Rezept für ein langes und erfülltes Leben beschreibt Erna Mrosk selbst schlicht: Bewegung, Menschen und Reisen.

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